Die Pfadibewegung wurde 1907 durch Robert Baden-Powell (1857-1941) in England ins Leben gerufen. Die Idee der Pfadi verbreitete sich rasch weltweit. Heute gehören der Bewegung rund 24 Mio. Jugendliche (16 Mio. Knaben und 8 Mio. Mädchen) aus über hundert verschiedenen Ländern an.

Der Schweizerische Pfadfinderbund entstand 1913, der Bund Schweizer Pfadfinderinnen 1919. Die beiden Bünde schlossen sich 1987 zur „Pfadibewegung Schweiz“ (PBS) zusammen, die als grösste Jugendorganisation der Schweiz heute rund 50’000 Mitglieder zählt.

Bei der Pfadibewegung handelt es sich um eine Jugendbewegung, in der in erster Linie JUGENDLICHE Jugendliche leiten, hinter den Kulissen aber noch zahlreiche „Ehemalige“ und Eltern praktische, materielle und moralische Hilfe leisten.

Die Pfadibewegung fördert die ganzheitliche Entwicklung ihrer Mitglieder und stärkt ihr soziales und kameradschaftliches Bewusstsein. Sie versteht Erziehung als Entwicklungsprozess, der junge Menschen zur freien Entscheidung, zur persönlichen Verantwortung und zur Rück-sichtnahme gegenüber andern fähig macht. Die Pfadibewegung setzt bei ihren Tätigkeiten folgende Schwerpunkte:

Sie weckt durch Kontakt und Austausch innerhalb der Schweiz und über deren Grenzen hinaus gegenseitiges Verständnis und die Bereitschaft zur Solidarität.

Sie fördert Offenheit gegenüber den Mitmenschen, echte Partnerschaft zwischen Frau und Mann und Verantwortungsbewusstsein.

Sie motiviert über das intensive Erleben der Natur zu einem umweltgerechten Verhalten.

Sie will jungen Menschen helfen, Sinn und Ziel für ihr Leben zu suchen.